09/20/12
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Urteil – Honoraranspruch für Wahrsager

Oft haben Wahrsager, Seher und übersinnlich begabte Medien in der breiten Öffentlichkeit keinen besonders guten Ruf. Unlängst hat jedoch ein Gerichtsurteil die Rechte dieser Berufsgruppen gestärkt. Ein Recht auf angemessenen Lohn So kam der Bundesgerichtshof zu dem Schluss, dass Wahrsager prinzipiell ein Recht darauf haben, für Ihre Arbeit einen Lohn einzufordern. Zugrunde lag ein Fall, in dem ein Mann sich weigerte, ausstehende Rechnungen an eine Wahrsagerin zu zahlen. Nachdem der Fall bereits vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt wurde, rief die Wahrsagerin nach einer Niederlage die nächst höhere Instanz, den Bundesgerichtshof, an. Dieser bekräftigte in seinem Urteil zwar, dass die Dame Honoraransprüche geltend machen könne, dies jedoch nur, wenn keine bewusste Ausnutzung von seelischen Not- und Zwangslagen bestünden. Den konkreten Fall und die Entscheidung darüber verwies der Gerichtshof allerdings wieder nach Stuttgart. Klagewelle nach Einzelfall? Hier muss nun entschieden werden, ob die Frau den seelisch labilen Mann, der mit ihrer Hilfe seine Freundin zurückerobern wollte, ausnutzte, oder aber ob sie rechtlichen Anspruch auf das Geld hat. Besonders wichtig wird bei dieser… » Gesamten Artikel lesen