J.J. Grandville – Karikaturist und Tarotkünstler

J.J. Grandville - Selbstportrait (ca. 1833)

J.J. Grandville – Selbstportrait (ca. 1833)

Der französische Zeichner J.J. Grandville wurde 1803 in Nancy geboren und verstarb im Jahre 1847 im kleinen Örtchen Vanves nahe Paris. Sein bürgerlicher Name lautete Jean Ignace Isidore Gérard. Die berufliche Karriere stand in enger Verbindung zu den politische Wirren im Frankreich des frühen 19. Jahrhunderts.

Regierungskritisch und fantasievoll

Nach der Juli-Revolution im Jahre 1830 arbeitete er erfolgreich als Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitungen La Caricature und Le Charivari. Während der Revolution hatte er auf den Barrikaden für die Pressefreiheit gekämpft und zeichnete danach Karikaturen zu politischen Themen. Berühmt wurde er für seinen außergewöhnlichen Stil. Er malte vorrangig Mischwesen, die teilweise menschliche, aber auch tierische und pflanzliche Formen hatten. Mit Hilfe dieser Bildersprache gelang es ihm, verschiedene Charakterzüge und Eigenschaften der Personen in seinen insgesamt 3000 erhaltenen Werken zu symbolisieren. Der Malstil war äußerst realistisch jedoch gewürzt mit phantasievollen Arrangements verschiedenster Geschöpfe und der ihm eigenen Collagetechnik.

Illustrationen von Büchern weniger gefährlich

Er zählte bedeutende Künstler seiner Zeit zu seinen Freunden, darunter auch der Autor und Zeichner Charles Philipon und der Schriftsteller Alexandre Dumas der Ältere. Den Künstlernamen Grandville übernahm er von seinen Großeltern väterlicherseits, die beide Schauspieler waren. Als 1836 die Pressegesetze wieder zugunsten der Zensur verändert worden waren, beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Illustration von Büchern. Die Anfertigung von Karikaturen war zu schwierig geworden, da nun hohe Strafen drohten, wenn man sich mit einem der Mächtigen anlegte.

Leben eine einzige Leidenszeit

Sein Privatleben war geprägt von schweren Schicksalsschlägen. Die beiden ersten Söhne starben bald nach der Geburt, die Geburt des dritten Sohnes überlebte seine Frau nicht und auch dieser letzte Sohn starb nach kurzer Zeit. An diesen tragischen Todesfällen zerbrach seine Seele. Seine Gesundheit war stark angegriffen und nach einem Schlaganfall wurde er, zunehmend geistig verwirrt,in das Irrenhaus in Vanves verbracht, wo er kurz darauf nach heftiger Leidensphase verstarb.

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